Wie zu lesen war, hat der Veranstalter Bentour seine komplette Distribution auf OTDS umgestellt. Laut eigenen Angaben sollen dadurch Ausgaben i.H.v. 100.000 EUR für den Betrieb aufwendiger Lösungen für INFX und KATI-Produktion eingespart werden.
a-five gibt die Plattform OTDS Inspector zur Nutzung frei. Die seit dem ersten August verfügbare Version unter dem Codenamen "Dr. Watson" verarbeitet OTDS 1.9.3 aus unterschiedlichen Quellen, darunter WBS Blank, Bewotec, FTI i-five und dem hauseignenen OTDS-Caster.
Der OTDS-Inspector kann in unterschiedlichen Ausbaustufen eingesetzt werden:
Wie am 10.6.2016 mehrfach zu lesen war, werden neben den Nur-Hoteldaten nun auch die Pauschalreisen von Schauinsland-Reisen im OTDS-Format an Traveltainment geliefert.
Die Generierung der OTDS-Angebotsdaten erfolgt mit einem speziellen Tool der WBS Blank Software GmbH direkt aus dem gleichnamigen Veranstaltersystem heraus, das Schauinsland-Reisen seit Jahrzehnten mit Erfolg einsetzt. Für WBS Blank ist Schauinsland-Reisen erfolgreicher Pilot für die OTDS-Produktion, die nun für zahlreiche weitere Kunden des Veranstaltersystems eingerichtet wird. Zur zusätzlichen Qualitätssicherung kommt zudem der „OTDS-Inspector“ des Solution Providers a-five zum Einsatz.
Schließlich folgt in Kürze die Umstellung der Datamix-Produktion für die dynamisch paketierten Reisen auf OTDS. Dann sind die Angebotsdaten des Duisburger Reiseveranstalters komplett in diesem Format verfügbar.
Mehr Details finden sich zum Beispiel im Bericht des OTDS-Vereins.
Auf dem Amadeus-Blog erklärt Traveltainment, warum mit der Umstellung auf OTDS die heutige Praxis der Vorausberechnung und Übertragung gewaltiger Datenmengen vermieden wird. Für OTDS-Lieferungen gilt demnach: Alle Daten sind drin, aber sie werden nur im Anfragefall zu Angeboten ausmultipliziert.
Und wenn Sie selbst prüfen wollen, ob bestimmte Angebote aus Ihren OTDS-Daten errechnet werden, emfiehlt sich zum Beispiel der Einsatz des OTDS Inspectors von a-five.
a-five kündigt eine neue Version des OTDS Inspector an. Für das Beta-Testprogramm unter dem Codenamen "The Mentalist" kommen mit Version 5 vor allem Usability und interne Verbesserungen dazu:
Dashboard
Komprimierte Datenlieferung
Autocomplete-Funktion bei der Definition von Testfällen
Der Standard OTDS ist eine XML-Sprache, in der touristische Produkte definiert werden. Dazu gehören die strukturierte Produktbeschreibung so wie das Regelwerk zur Berechnung der Verfügbarkeiten und Preise. Eine OTDS-Datei ist also nicht bloß eine Datenlieferung. Besser wäre es, von einem Quelldokument zu sprechen, ähnlich einem Programm in einer Programmiersprache. Insofern unterscheidet sich OTDS fundamental von allen anderen aktuellen Datenformaten, insbesondere von EDF oder KATI, die lediglich mehr oder weniger strukturierte Datenbeschreibungen darstellen und damit Spielraum für Interpretationen bei der Verarbeitung lassen.
Greifen wir die Analogie zu einem Computerprogramm auf, dann lassen sich zwei Aufgaben klar voneinander trennen. Auf der einen Seite besteht die Aufgabe, das Programm zu schreiben. Auf der anderen Seite muss das Programm ausgeführt werden.
Die Herausforderungen bei der Erstellung von OTDS unterscheiden sich stark von denen bei dessen Ausführung. Auch hier gibt es Analogien. Die Erstellung eines OTDS-Dokuments ist vergleichbar mit dem Programmieren in einer Programmiersprache. Die Erstellung einer OTDS-Verarbeitung ist wie die Entwicklung eines Compilers oder besser, eines Interpreters zu sehen.
Auf beiden Seiten werden jedoch Entwickler die Sprachkonstrukte erlernen und mit der Spezifikation von OTDS arbeiten. Für diejenigen, die an einer Ausführung von OTDS arbeiten, gab es auf dem letzten OTDS-Event im Herbst 2015 einen Erfahrungsbericht aus Sicht eines Entwicklers.